Soziales

Einige Anmerkungen aus meiner Sicht zur pädagogischen
psychischen und sozialen Situation der betroffenen Kinder und
Erwachsenen.

Kleinwuchs und Untergewicht ist mehr als eine Spiellaune der
Natur.Es ist auch mehr als eine Störung des Längenwachstums
oder Größenwachstumshemmung des Skelettes.
Die Konsequenzen sind weitreichender für die Lebensgestaltung
und Lebensqualität.Auch wenn das einige Mitmenschen anders
sehen.Mehr als der Kleinwuchs können die Begleiterkrankungen
einen Ausgleich des Kleinwuchses hemmen oder verhindern.

Kindergarten und Schulbesuch:

Einen Besuch des normalen Regelkindergartens spricht nichts
dagegen,wenn keine schwerwiegenden Begleiterkrankungen oder
Behinderungen vor liegen.Das Personal muß über die Situation
des Kindes aufgeklärt werden.Es kommt immer darauf an wie
integrationswillig der Kindergarten/Schule ist.

Das selbe gilt für den Schulbesuch.Das Kind wird einige
Hilfsmittel brauchen.Fußbank,Schulmöbel sollten der Situation so
angepasst sein,das das Kind normal sitzen und arbeiten kann.Die
Kleiderhaken und Türklinken müssen erreichbar sein.Man kann
einen doppelten Büchersatz besorgen.Einer bleibt in der Schule
der andere zu Hause.So muß das Kind nicht die schweren Bücher
hin und her schleppen.

Kleinwüchsige Kinder sollen nach ihren Alter und Reife
behandelt werden.Nicht nach Größe und Gewicht und gesamt
körperlichen Aussehens.Auch die Mitschüler sollten aufgeklärt
werden.Warum das Kind kleinwüchsig ist und ein eventuell
anderes körperliches Ausehen hat.Oder die einen und anderen
Einschränkungen vorliegen.Es sollte möglichst vermieden werden
das es zu Spott,Ablehnung und Diskriminierung des Kindes
wegen des anderen Aussehens kommt.

Ein Kind was oft oder dauernd auf Ablehnung stößt bei den
Mitmenschen,kann nur schwer oder überhaupt nicht ein gesundes
Selbstbewußtsein entwickeln.
(Persönlichkeitsentwicklung und Entfaltung) Es kann geistig,seelich
und gefühlsmäßig zurück bleiben.Es kann sich nicht seinem Alter
gemäß entwickeln.Auch wenn das Kind behindert ist,ist es trotzdem
in der Lage Verantwortung für sich selbst und andere zu
übernehmen.Dazu gehört auch eine angemessene Unabhänigkeit und
Selbstständigkeit.Diese Fähigkeiten müssen in Laufe der
Entwicklung und heranwachsens erworben werden.Die Kinder
benötigen Verständnis und Rückendeckung wie andere Kinder
auch.Die Kinder müssen angenommen und sich geborgen fühlen.
Nur so können sie sich zu lebensbejahenden erwachsenen
Menschen entwickeln.Nicht nur Kindergarten und Schule später
Lehrausbildungsstätten und Gesellschaft haben einen großen
Anteil daran,sondern auch das Elternhaus,Verwandte
und Bekannte.

Auf der anderen Seite sollte man sich davor hüten das Kind
körperlich zu überfordern.Wie ich schon im medizinischen Teil
berichtet habe muß dieses individuell entschieden werden.
Weil die IUGR-Syndrome sehr variabel sind.

Es ist auch nicht richtig,die Kinder wegen eventuelle
Schwierigkeiten von einigen Unterrichtsfächern aus zu schließen.
Wenn nicht gesundheitliche Probleme dafür sprechen.
ZB.Werkunterricht,blos weil vielleicht im Maschinenkabinett eine
Fußbank oder ein Podest benötigt wird.Ein anderes Problem
bei Mathematik und Lese-Rechtschreibschwäche die Kinder in
Schulen für sogenannte Geistigbehinderte ab zuschieben.

Weil diese beiden Teillernschwächen bei Kindern mit IUGR
Syndrom vor kommen können,habe ich 2 Links zu diesen
Thema raus gesucht.Auf diesen Internetseiten wird sehr
umfangreich auf dieses Problem eingegangen.Dieses Problem
hat nichts mit einer Intelligenzstörung zu tun.

Lese - Rechtschreibschwäche und Sehprobleme
Internet: http://www.legasthenie-info.de

Rechenschwäche
Internet: http://www.matheschwaeche.de
 

Wenn keine gesundheitlichen Einschränkungen vorliegen ist eine
Teilnahme des Kindes am Sportunterricht unter Berücksichtigung
einiger Aspekte möglich.Es darf aber nicht die Leistung so
zensiert werden,wie bei einen normal gewachsenen Kind.Einige
Disziplinen können Probleme machen.ZB.
Mannschaftssportarten,Geräteturnen wegen der Größenauslegung
der Geräte.Bei Gymnastik und schwimmen sind meist keine
Einschränkungen.Auch hier muß individuell entschieden werden.
Eine gesamt Sportbefreiung ist nur bei sehr schweren
gesundheitlichen Problemen gerechtfertigt.

Wenn die Kinder älter werden.Fragen zum Kleinwuchs od.
IUGR-Syndrom gestellt werden.Sollten diese offen und ehrlich
beantwortet werden.

Für Kinder und Erwachsene kann ein Schwerbehindertenausweis
beim Versorgungsamt beantragt werden.Für Nachteilausgleich
wie Steuererleichterung und andere Nachteile die sich aus der
Behinderung ergeben.

Bei Pflegebedürftigkeit kann auch
Pflegegeld beantragt werden.Bei der jeweiligen Krankenkasse.

Ambulante Pflegedienste in Deutschland
Internet: http://www.pflegedienst.de

Es ist wichtig das die Beroffenen Ihre IUGR Form und damit
verbundenen Probleme kennen.Weil das für die
Persönlichkeitsbehauptung in der Gesellschaft der
Nichtbetroffenen eine wichtige Rolle spielt.Wie ich selbst immer
wieder erfahren muß hat man es als mehrfach körperbehinderter
Mensch in dieser Gesellschaft nicht leicht.

Doch schlimmer als manche Behinderungen ist die Gesellschaft
die oft nicht verstehen kann,oder will das es im Zusammenleben
auf andere Werte an kommt.
 

Größe mißt man nicht in Zentimetern,
auch nicht ob der Mensch Behindert ist oder nicht,
Jung oder Alt,sondern alleine an seine Wesensart,seinem
Charakter.

 

Nachdenkliches:

Gedanken von mir zum Thema Diskriminierungen von Menschen
mit Kleinwuchs und Behinderungen.

Subtile Diskriminierung:

Es gibt ungefähr über 100 verschiedene Kleinwuchsformen.Manche
gehen mit mehrfacher Körperbehinderung od.schweren
Begleiterkrankungen einher.Kleinwuchs stellt keine eigene
Menschenrasse da.Auch die Betittelungen aus Märchen und der
Fabelwelt ist für die Betroffenenen diskriminierend.Leider können
manche Fachbücher zum Thema Medizin und Gesundheit sich auch
nicht von solchen Betittelungen trennen.Wie zum Beispiel:Zwerg,
Gnom,Troll und Liliput.Die Begriffe Zwerg,Gnom,Troll bedeuten
sinngemäß Erdgeister.Der Begriff Liliput kommt aus dem Buch
Gullivers Reisen von J. Swifts.Bedeutet Land der Däumlinge.Diese
Begriffe haben nichts mit der Realität zu tun.

Das schlimmste was meine Mutter und ich erlebte,wo sie mich bei
einen Spziergang begleitete.Das eine Gruppe Jugendliche meiner
Mutter zur Mißgeburt gratulierten.Anmerkung von mir:
Diese Halbwüchsigen,sind emotional und seelisch fehlentwickelt.
Das schlimmste was einen Menschen passieren kann.;-)

Objektive Diskriminierung:

Menschen mit Kleinwuchs haben große Probleme mit der
Lebensqualität in einer Welt die für normal groß gewachsene
Menschen ausgerichtet ist.Um so geringer die Körpergröße,um so
mehr Einschränkungen muß der betroffene Mensch ertragen.Die
Probleme ähneln den Einschränkungen von Menschen die auf einen
Rollstuhl angewiesen sind.Das geht los in Einkaufscentern die Waren
auf den oberen Regalen sind unereichbar.Es geht weiter mit
Geldautomaten bei Banken.Mit der Wohnungseinrichtung zB.Küche,
muß vieles niedriger gebaut werden.Erst dann kann diese von den
Betroffenen ohne Hürden genutzt werden (Arbeitswelt) usw.
Mancher Orts sind die Treppen zu hoch und können nur mühseelig
von den Betroffenen benutzt werden.

Weiter mit öffentlichen Verkehrsmitteln:Mancher Orts auch schwer
zu gänglich.Mir ist es schon manchmal passiert das ich in der Tür
eingeklemmt wurde.Ursache toter Winkel im Rückspiegel bei Bahn
oder Bus.Die Fahrer/innen können kleine Leute nicht sehen.Darum
müßten die Rückspiegel so tief gesetzt werden das auch kleine
Menschen im Sichtfeld zu sehen sind.Das selbe mit Türöffner
bzw.Drücker die zu hoch sind müßten auch tiefer gesetzt werden.

Die Palette könnte man unendlich fortsetzen.Es sind nur einige
Beispiele.Es wäre schön,wenn sich das bald zum positiven in unserer
Gesellschaft entwickeln würde.


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